Eine Conversion ist eine Handlung, die für ein Unternehmen einen Wert hat und auf einen Kontakt mit Anzeige, Website oder Beitrag folgt: ein Kauf, eine Anfrage, ein Anruf, eine Newsletter-Anmeldung, ein Download. Welche Handlung als Conversion zählt, legt das Unternehmen selbst fest. Google Ads beschreibt eine Conversion als Aktion, die unmittelbar auf einen Klick oder eine andere Interaktion mit einer Anzeige folgt und für den Werbetreibenden wertvoll ist.
Wo begegnet der Begriff Unternehmen?
In Google Ads im Conversion-Tracking, das laut Google kostenlos im Konto verfügbar ist und misst, wie Klicks auf Anzeigen und kostenlose Produkteinträge zu Käufen oder Leads führen. In Google Analytics 4 heißen die entsprechenden Handlungen Schlüsselereignisse. Außerdem in jedem Bericht, der eine Conversion-Rate ausweist, und in Gesprächen über Websites, die zwar besucht werden, aber keine Anfragen bringen.
Wie wird eine Conversion gemessen?
Ein Code auf der Website oder in der App meldet die Handlung an das Messwerkzeug, etwa wenn nach dem Absenden eines Formulars eine Bestätigungsseite lädt. In Google Analytics 4 beschreibt Google eine Reihenfolge: Ein Ereignis wird als Schlüsselereignis markiert, und aus dem Schlüsselereignis lässt sich in Google Ads eine Conversion erstellen. Das Ereignis purchase ist für Web und App standardmäßig als Schlüsselereignis markiert. Eine Standard-Property erlaubt bis zu 30 Schlüsselereignisse.
Die Conversion-Rate gibt laut Google Ads die durchschnittliche Zahl der Conversions pro Anzeigeninteraktion in Prozent an. Googles eigenes Beispiel: 50 Conversions bei 1.000 Interaktionen ergeben 5 Prozent.
Abgrenzung zu ähnlichen Begriffen
- Schlüsselereignis: die Bezeichnung in Google Analytics 4 für eine wichtige Handlung. Conversion heißt dort, was daraus für Google Ads erstellt wird.
- Lead: ein Kontakt mit Kaufinteresse. Ein Lead kann durch eine Conversion entstehen, etwa eine Anfrage, ist aber nicht dasselbe wie ein Auftrag.
- Klick: eine Interaktion. Erst die Handlung danach entscheidet, ob eine Conversion vorliegt.
Beispiel
Ein ausgedachtes Beispiel: Ein Steuerbüro zählt das abgeschickte Kontaktformular und den Klick auf die Telefonnummer als Conversion. Den Abruf der Seite mit den Öffnungszeiten zählt es nicht, weil dahinter keine Absicht zur Zusammenarbeit erkennbar ist. Dieselbe Website hätte mit einer anderen Festlegung eine ganz andere Conversion-Rate.
Häufige Fehlinterpretation
„Mehr Conversions heißt mehr Geschäft.“ Das gilt nur, wenn die gezählte Handlung tatsächlich Geschäft bedeutet. Wer einen Seitenaufruf als Conversion festlegt, sieht steigende Zahlen ohne einen einzigen Auftrag. Ebenso irreführend ist der Vergleich zwischen Werkzeugen: Laut Google nutzen Analytics-Berichte die Zeitzone der Property und Google Ads die des Kontos, und die Standardzuordnung der Erfolge zu Kanälen unterscheidet sich. Abweichende Zahlen sind deshalb kein Messfehler an sich.
Praktische Konsequenz
Zuerst festlegen, welche Handlung für das Geschäft zählt, dann messen. Wenige klar definierte Conversions sind leichter zu lesen als viele kleine. Wer Gebote in Google Ads automatisch steuern lässt, sollte wissen, dass die Steuerung sich nach genau diesen Festlegungen richtet.
Verwandte Begriffe
- ROAS: wie viel Conversion-Wert ein Werbeeuro bringt
- CTR: Klicks im Verhältnis zu Impressionen
- Dark Funnel: der Teil der Kaufentscheidung ohne Messdaten
- Suchintention: was hinter einer Suchanfrage steckt
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Welche Kennzahl zu welchem Ziel passt, zeigt Social-Media-KPIs. Wie aus Aufmerksamkeit Anfragen werden, beschreibt Social-Media-Funnel.
Quellen
Google Ads-Hilfe: Conversion-Tracking: Definition und Conversion-Rate: Definition; Google Analytics-Hilfe: Ereignisse als Schlüsselereignisse markieren und Conversions auf Grundlage von Schlüsselereignissen, abgerufen am 06.11.2026.