Tischler schleift lächelnd ein Werkstück, daneben filmt ein Smartphone auf einem Stativ die Arbeit

Social Media Betreuung: Was du abgeben kannst und was dein Unternehmen selbst liefern muss

Wer eine Social Media Betreuung bucht, verbindet damit meist eine Hoffnung: Das Thema ist jetzt vom Tisch. Ein großer Teil davon stimmt. Themenplan, Texte, Schnitt, Gestaltung, Veröffentlichung, die ersten Antworten auf Kommentare und die Auswertung kann eine Betreuung vollständig übernehmen. Was sie nicht übernehmen kann, ist der Rohstoff: was in deinem Betrieb gerade passiert, das Fachwissen hinter einer Kundenfrage, die Menschen und Orte vor der Kamera, die Freigabe und jede Zusage an einen Kunden.

Die kurze Antwort: Abgeben kannst du die Arbeit. Das Wissen, die Gesichter und die Entscheidungen muss dein Unternehmen selbst liefern. Wie viel Zeit das kostet, zeigt eine Modellrechnung weiter unten. Bei vollständiger Betreuung bleiben im Modell knapp fünf Stunden im Monat im Betrieb, bei gemeinsamer Produktion knapp neun, beim Selbermachen rund 16 Stunden. Das sind keine Messwerte aus Kundenprojekten, sondern offengelegte Annahmen, die du durch deine eigenen ersetzen kannst. Dazu bekommst du eine Zuständigkeitstabelle zum Abschreiben, die drei Zusammenarbeitsmodelle im Vergleich und einen Beispielmonat Woche für Woche.

Abgeben lässt sich die Arbeit, nicht der Rohstoff

Eine Betreuung kann alles produzieren, was sich aus vorhandenem Material herstellen lässt. Sie kann aber nicht wissen, welcher Auftrag diese Woche besonders war, welche Frage drei Kunden hintereinander am Telefon gestellt haben oder wer im Team gern vor der Kamera steht. Die Tabelle trennt beides für die Aufgaben, die in jedem Monat anfallen.

Aufgabe Kann die Betreuung übernehmen Bleibt bei dir
Themen Themenplan, Reihenfolge, Formate, saisonale Anlässe was im Betrieb los ist: Aufträge, Neuheiten, Termine, Aktionen, Fragen von Kunden
Fachwissen Recherche, verständliche Sprache, Aufbau des Beitrags fachliche Richtigkeit, Antworten auf Detailfragen, Themen, über die ihr nicht öffentlich sprecht
Aufnahmen Drehplan, Aufnahmebrief, Dreh vor Ort, Schnitt, Untertitel Zugang zu Orten und Abläufen, Menschen vor der Kamera, schriftliche Einwilligungen, Handyclips zwischendurch
Texte und Gestaltung Beitragstexte, Bildbearbeitung, Vorlagen im eigenen Design Logo und Farbwerte als Datei, Korrektur fachlicher Fehler
Freigaben gebündelte Vorlage mit Frist Ja, Nein oder Änderungswunsch, eine Vertretung für den Urlaub
Veröffentlichen Einplanen, Stories, Zeitpunkt, Beschreibungstexte spontane Anlässe melden, etwa einen Notdienst oder eine Schließung
Antworten Erstantworten auf Standardfragen, Weiterleitung an dich Preise, Termine, Reklamationen, Bewerbungen, Fachfragen mit Folgen
Auswertung Zahlen, Einordnung, Vorschläge für den nächsten Monat Rückmeldung, welche Anfragen bei dir über Social Media ankamen
Zugänge Arbeit über eigene Rollen im Kanal Eigentum am Kanal und die Verwaltungsrechte
Wer im laufenden Monat wofür zuständig ist

Fehlt das, was in der rechten Spalte steht, entstehen Beiträge, die zu jedem Betrieb deiner Branche passen würden. Was in der ersten Woche einer Betreuung geklärt sein sollte, von den Rollen im Kanal bis zum Logo als Datei, steht im Beitrag über die erste Woche einer Social-Media-Betreuung. Hier geht es um den laufenden Monat danach.

Themen und Fachwissen kommen aus dem Betrieb

Eine Betreuung recherchiert, was auf deiner Website steht, was in deiner Branche diskutiert wird und welche Fragen Menschen online stellen. Daraus entsteht ein brauchbarer Redaktionsplan. Unterscheidbar wird er erst durch das, was nur im Betrieb sichtbar ist: das Projekt, das gerade fertig wurde, die Lieferung, die sich verzögert, die Frage, die an der Theke dauernd kommt.

Am wenigsten Aufwand macht ein fester Sammelort. Das kann ein gemeinsamer Chat mit der Betreuung sein, in den du und dein Team Fotos, Kundenfragen und kurze Sprachnachrichten werfen, sobald sie anfallen. Wer erst am Monatsende nach Themen sucht, findet meistens dieselben drei wie im Vormonat.

Beim Fachwissen gilt eine klare Teilung. Die Betreuung macht einen Sachverhalt verständlich, dein Betrieb steht für die Richtigkeit ein. Ein falscher Hinweis zur Pflege eines Produkts fällt auf dich zurück, nicht auf die Person, die ihn formuliert hat. Benenne deshalb eine Person, die Fachfragen beantwortet, und gib ihr einen Weg, das schnell zu tun. Eine Sprachnachricht reicht oft.

Aufnahmen: Wer filmt, wer gezeigt wird, wer einwilligt

Bilder und Videos aus dem eigenen Betrieb sind der Teil, den keine Betreuung ersetzen kann. Ein Stockbild zeigt nicht deine Werkstatt, und ein Video von fremden Händen erklärt nicht, wie ihr arbeitet. Für das Material gibt es drei Wege, die sich gut kombinieren lassen:

  • Die Betreuung filmt bei einem Termin vor Ort einen Vorrat für mehrere Wochen.
  • Dein Team filmt zwischendurch kurze Clips mit dem Handy, die Betreuung schneidet sie. Ein Aufnahmebrief mit drei, vier Motiven pro Monat hilft mehr als die Bitte, „mal was zu filmen“.
  • Ihr liefert Fotos aus dem Alltag, die Betreuung wählt aus und bearbeitet.

Wer gezeigt wird, entscheidet nicht die Betreuung. Fotos und Videos von Menschen dürfen nur mit deren Einwilligung veröffentlicht werden, so steht es in § 22 Kunsturhebergesetz. Für Mitarbeitende hat das Bundesarbeitsgericht 2014 entschieden, dass diese Einwilligung im Arbeitsverhältnis schriftlich erfolgen muss. Die Datenschutzgrundverordnung verlangt zudem, dass du eine Einwilligung nachweisen kannst, und sie kann widerrufen werden (Art. 7 DSGVO).

Praktisch heißt das: Die Einwilligung liegt schriftlich vor, bevor gedreht wird, und du weißt, wo sie abgelegt ist. Bei unseren Drehtagen holt der Betrieb die Einwilligungen der Mitarbeitenden ein, die gefilmt werden, weil nur du in diesem Arbeitsverhältnis stehst. Das ist ein Hinweis aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Weitere Pflichten rund um Bilder, Musik und Impressum ordnet der Beitrag zu Rechtsrisiken bei Social Media ohne Fachwissen ein.

Freigaben sind der kürzeste Termin mit der größten Wirkung

Die Freigabe von acht Beiträgen kostet in unserer Modellrechnung 40 Minuten im Monat. Fehlt die Freigabe, steht der ganze Plan, und die Betreuung kann nichts dagegen tun, ohne ungeprüft zu veröffentlichen.

Was sich bewährt, ist schnell aufgezählt. Alle Beiträge eines Monats kommen gebündelt zur Freigabe, nicht einzeln über Wochen verteilt. Eine Person gibt frei, eine zweite vertritt sie. Es gibt eine Frist und eine Regel für den Fall, dass bis dahin nichts kommt; unser Vorschlag ist, dass der Beitrag dann nach hinten rutscht und nicht ohne Freigabe erscheint. Beiträge mit Preisen, Aktionen oder Personen aus dem Team gehen nie ohne ausdrückliches Ja online.

Frau zeigt auf eine Auswahl von Fotos am Laptop, im Hintergrund fotografiert ein Mann mit Kamera

Freigeben heißt prüfen, ob etwas fachlich stimmt, ob eine Zusage haltbar ist und ob die gezeigten Personen einverstanden sind. Es heißt nicht, jede Formulierung neu zu verhandeln. Wer bei jedem Beitrag über einzelne Wörter verhandelt, braucht schnell Stunden statt 40 Minuten, und der Plan verschiebt sich. Mehr zu Fristen und Vertretung steht ebenfalls im Beitrag über den Start einer Betreuung.

Antworten auf Kommentare und Nachrichten: was die Betreuung übernimmt und was zurück an dich geht

Antworten sind der Teil, bei dem Tempo zählt. Im Sprout Social Index 2025, einer Befragung von 4.044 Konsumenten in den USA, Großbritannien, Kanada und Australien im Auftrag des Softwareanbieters Sprout Social, erwarten rund drei Viertel eine Antwort innerhalb von 24 Stunden. 73 Prozent sagen dort, sie würden bei einem Wettbewerber kaufen, wenn keine Antwort kommt (Sprout Social). Das ist eine Selbstauskunft, keine gemessene Abwanderung, und deutsche Zahlen fehlen. Als Größenordnung für die Erwartung von Menschen, die einem Unternehmen schreiben, taugt sie trotzdem.

Eine Betreuung kann schnell antworten, solange keine Zusage nötig ist. Sie dankt für Lob, nennt Öffnungszeiten, verlinkt die passende Seite und sagt, dass sich jemand meldet. Zurück an dich geht alles, was eine Entscheidung oder ein Versprechen enthält:

  • Preise, Angebote und Rabatte
  • Termine, Lieferzeiten und Verfügbarkeit
  • Reklamationen und öffentliche Kritik
  • Bewerbungen und Fragen zu Stellen
  • Fachfragen, bei denen eine falsche Antwort Folgen hätte

Für diese Fälle braucht es einen festen Weg: Die Betreuung leitet die Nachricht weiter, du oder eine benannte Person antwortet innerhalb einer vereinbarten Frist, oder du gibst der Betreuung die Antwort durch. Im kleinsten Paket von CremerMedia beantworten wir Kommentare und Nachrichten an drei Tagen der Woche, ab dem mittleren Paket täglich. Wie man Antworten so aufbaut, dass daraus Vertrauen und Anfragen werden, erklärt der Beitrag zum Community-Management.

So viel Zeit bleibt im Betrieb: eine Modellrechnung

Die folgende Rechnung ist ein Modell, keine Messung. Sie nimmt einen Kanal und einen Monat mit acht Beiträgen an, davon vier kurze Videos, dazu vier Stories und Antworten an drei Tagen der Woche, also an zwölf Tagen im Monat. Das entspricht dem Umfang unseres kleinsten Pakets, deshalb steht es hier als Beispiel. Die Minutenwerte sind geschätzt. Setz deine eigenen ein, wenn du sie kennst.

Das Ergebnis vorweg: Selbermachen kostet im Modell rund 16 Stunden im Monat, gemeinsame Produktion knapp neun, vollständige Betreuung knapp fünf. Die Tabelle zeigt, woraus sich die Werte zusammensetzen.

Aufgabe im Betrieb Selbst umsetzen Gemeinsam produzieren Vollständig betreuen lassen
Themen planen und abstimmen 60 60 30
Texte schreiben, 8 Beiträge je 20 Minuten 160 übernimmt die Betreuung übernimmt die Betreuung
Aufnahmen, 8 Motive je 20 Minuten 160 160 halber Drehtag je Quartal, umgelegt 80
Fachfragen und Handymaterial in Texten und Aufnahmen enthalten in Aufnahmen enthalten 60
Videoschnitt, 4 Videos je 45 Minuten 180 übernimmt die Betreuung übernimmt die Betreuung
Bilder bearbeiten, 4 je 20 Minuten 80 übernimmt die Betreuung übernimmt die Betreuung
Stories, 4 je 10 Minuten 40 übernimmt die Betreuung übernimmt die Betreuung
Freigaben, 8 je 5 Minuten entfällt 40 40
Veröffentlichen, 12 Vorgänge je 5 Minuten 60 60 übernimmt die Betreuung
Antworten an 12 Tagen 180, je 15 Minuten 180, je 15 Minuten Rückfragen 60, je 5 Minuten
Auswertung 60 erstellen 30 lesen 20 lesen
Summe 980 Minuten, rund 16 Stunden 530 Minuten, knapp 9 Stunden 290 Minuten, knapp 5 Stunden
Modellrechnung in Minuten pro Monat, geschätzte Werte, keine Messung

Abgeben spart vor allem Schnitt und Texte, also die Arbeit, die Übung und ruhige Zeit braucht. Beim Selbermachen und bei gemeinsamer Produktion sind die Antworten der größte Einzelposten, weil sie an zwölf Tagen anfallen und sich nicht vorproduzieren lassen. Und auch bei vollständiger Betreuung bleiben im Modell knapp fünf Stunden, fast alles davon Abstimmung, Material und Freigabe.

Nicht enthalten ist die Zeit, die ein Wechsel zwischen Tagesgeschäft und Social Media kostet. Wer zwischen zwei Kundenterminen schnell einen Beitrag schreibt, braucht länger als die Tabelle annimmt; warum das so ist und wie man Arbeit bündelt, steht im Beitrag warum Social Media bei dir immer liegen bleibt. Ebenfalls nicht enthalten sind die Einarbeitung am Anfang und eine Strategie. Wenn du die Stunden mit dem multiplizierst, was eine Stunde von dir oder deinem Team kostet, siehst du den Preis des Selbermachens in Euro.

Drei Modelle im Vergleich: selbst umsetzen, gemeinsam produzieren, vollständig betreuen lassen

Die drei Modelle unterscheiden sich darin, wer Themen, Aufnahmen, Texte, Schnitt, Freigaben und Antworten übernimmt, und damit im Verhältnis von Geld zu Zeit. Keins ist grundsätzlich besser. Die Preise in der letzten Spalte sind die von CremerMedia, jeweils netto.

Modell Was dein Betrieb macht Passt, wenn Kosten bei CremerMedia
Selbst umsetzen alles, im Modell rund 16 Stunden im Monat jemand im Haus Zeit, Lust und Handwerk hat oder lernen will Schulung ab 490 Euro, Einrichtung eines Kanals 390 Euro, beides einmalig
Gemeinsam produzieren Themen, Aufnahmen, Freigabe, Veröffentlichen, Antworten, im Modell knapp 9 Stunden Antworten und Alltag intern laufen, Schnitt und Texte aber liegen bleiben Umsetzungstage zu 690 Euro für acht Stunden, Drehtage dazubuchbar
Vollständig betreuen lassen Themenimpulse, Fachfragen, Aufnahmen ermöglichen, Freigabe, heikle Antworten, im Modell knapp 5 Stunden niemand im Haus Social Media dauerhaft tragen kann Pakete zu 990, 1.890, 2.890 oder 4.490 Euro im Monat, Kündigungsfrist drei Monate
Drei Zusammenarbeitsmodelle, Preise von CremerMedia netto zuzüglich Umsatzsteuer

Selbst umsetzen ist in Euro das günstigste Modell und in Stunden das teuerste. Es passt, wenn die Stunden wirklich da sind und nicht aus dem Feierabend kommen. Eine Social-Media-Schulung verkürzt die Lernkurve, ersetzt aber keine Zeit. Wer überlegt, dafür jemanden einzustellen, findet die Rechnung im Beitrag zum eigenen Social-Media-Team.

Gemeinsam produzieren klingt nach dem vernünftigen Mittelweg und ist es oft. Es funktioniert aber nur mit klaren Übergaben: Wer liefert welches Rohmaterial bis wann, in welchem Format, und wer veröffentlicht. Ohne diese Absprachen entstehen die meisten Rückfragen genau an den Übergaben.

Social Media auslagern lässt sich teilweise oder fast ganz: Das zweite Modell gibt die Produktion ab, das dritte alles außer Wissen, Gesichtern und Entscheidungen. Vollständig betreuen lassen kostet am meisten Geld und am wenigsten Zeit, aber nie null Zeit. Die knapp fünf Stunden aus dem Modell sind der Teil, an dem die Qualität hängt.

Die vier Pakete unterscheiden sich vor allem in der Zahl der Kanäle, von einem bis vier, und der Beiträge, von acht bis vierundzwanzig im Monat, dazu in Antworttagen, Austausch und Auswertung. Mit mehr Kanälen und Beiträgen wächst auch dein Anteil, vor allem bei Material und Freigaben, aber langsamer als die Beitragszahl, weil die Themen auf allen Kanälen dieselben sind. Welche Stufe zu deinem Betrieb passt, hängt weniger an der Zahl der Mitarbeitenden als daran, auf wie vielen Kanälen deine Kunden und Bewerber unterwegs sind; die Unterschiede im Einzelnen stehen auf der Seite zur Betreuung.

Ein Beispielmonat Woche für Woche

So kann ein Monat mit dem kleinsten Paket aussehen: ein Kanal, acht Beiträge, davon vier kurze Videos, vier Stories, Antworten an drei Tagen der Woche, ein Themenplan und eine kurze Auswertung. Der Ablauf ist ein Beispiel, kein Kundenprojekt.

  1. Woche 1, Themen: Du schickst, was im Monat ansteht, etwa Aufträge, Termine, Aktionen und Fragen, die Kunden zuletzt gestellt haben. Die Betreuung macht daraus den Themenplan und sagt, welches Material sie dafür braucht.
  2. Woche 1 und 2, Material: Ein Aufnahmetermin oder ein paar Handyclips nach Aufnahmebrief. Fachfragen beantwortest du per Sprachnachricht. Die Einwilligungen für Personen im Bild liegen vor.
  3. Woche 2, Freigabe: Alle Beiträge des Monats kommen gebündelt. Du gibst frei oder meldest Änderungen bis zur vereinbarten Frist.
  4. Woche 2 bis 4, Veröffentlichen und Antworten: Die Beiträge laufen nach Plan. Die Betreuung antwortet an drei Tagen der Woche, Fragen nach Preisen und Terminen kommen mit Frist zu dir.
  5. Ende Woche 4, Auswertung: Du bekommst die kurze Auswertung, was Anfragen gebracht hat und was nicht. Du ergänzt, welche Anfragen bei dir über Social Media angekommen sind, denn ein Anruf oder ein Besuch im Laden taucht in keiner Statistik der Plattform auf. Daraus entstehen die Themen für den nächsten Monat.

Dein Anteil verteilt sich in diesem Beispiel auf vier feste Punkte im Monat und ein paar kurze Antworten zwischendurch. Wer diese Punkte wie Kundentermine in den Kalender einträgt, verhindert einen typischen Stillstand: einen fertigen Plan, auf dessen Freigabe niemand Zeit hat.

Welches Modell zu dir passt

Die Entscheidung hängt weniger am Budget als an der Zeit, die du verlässlich freihalten kannst. Diese Fragen helfen beim Sortieren:

  • Wie viele Stunden im Monat kann jemand im Betrieb verlässlich für Social Media freihalten? Liegt die Antwort unter fünf Stunden, ist auch eine vollständige Betreuung zu knapp geplant. Dann lohnt es sich, erst die Zeit zu klären oder bewusst zu pausieren.
  • Gibt es im Team jemanden mit Zeit, Lust und einem Gefühl für Bild und Sprache? Dann ist Selbermachen mit Schulung eine ernsthafte Option.
  • Laufen Antworten und Alltag gut, nur Schnitt und Texte bleiben liegen? Dann passt die gemeinsame Produktion.
  • Soll Social Media bis auf Rohstoff und Freigabe aus dem Tagesgeschäft verschwinden? Dann passt die vollständige Betreuung.
  • Weißt du, wofür der Kanal da ist, etwa Anfragen, Bewerbungen oder Bekanntheit in der Region? Wenn nicht, kommt vor jedem Modell eine Strategie auf einer Seite.

Was die einzelnen Wege insgesamt kosten, vergleicht der Beitrag Was kostet Social Media wirklich?. Woran du eine passende Agentur erkennst, steht im Beitrag zur Social-Media-Agentur im Sauerland.

Dein erster Schritt braucht kein Angebot. Nimm die Stundentabelle, setz deine eigenen Minuten ein und schreib in die Zuständigkeitstabelle zu jeder Aufgabe einen Namen. Wo am Ende kein Name steht, bleibt die Arbeit liegen, egal welches Modell du wählst. Wenn du danach weißt, dass du abgeben willst, findest du Umfang und Preis unserer Pakete auf der Seite zur Social-Media-Betreuung. Im Erstgespräch geht es zuerst um dein Ziel und darum, welche Aufgaben bei dir bleiben, die Kanäle kommen danach.

Häufige Fragen zur Social Media Betreuung

Wie viel Zeit kostet eine Social Media Betreuung das eigene Unternehmen?

In unserer Modellrechnung mit acht Beiträgen im Monat bleiben bei vollständiger Betreuung knapp fünf Stunden im Monat im Betrieb, vor allem für Themen, Fachfragen, Aufnahmen und Freigaben. Mit einem zweiten Kanal wächst dein Anteil weniger stark als die Zahl der Beiträge, weil die Themen auf allen Kanälen dieselben sind und nur je Plattform aufbereitet werden. In den ersten Wochen einer Zusammenarbeit ist der Aufwand höher, weil Tonlage und Abläufe erst gefunden werden.

Beantwortet die Betreuung auch Kommentare und Nachrichten?

Ja, im Rahmen des Pakets: im kleinsten Paket an drei Tagen der Woche, ab dem mittleren Paket täglich. Täglich heißt bei uns an den vereinbarten Tagen, nicht rund um die Uhr. Fragen zu Preisen, Terminen, Reklamationen und Bewerbungen gehen an dich zurück, und für Notfälle wie einen falschen Preis in einem laufenden Beitrag braucht es einen eigenen, schnellen Weg zu dir.

Wer holt die Einwilligung für Fotos von Mitarbeitenden ein?

Das Unternehmen, denn nur du stehst mit deinen Mitarbeitenden im Arbeitsverhältnis, und das Bundesarbeitsgericht verlangt dort eine schriftliche Einwilligung. Kläre dabei gleich, wofür die Aufnahmen genutzt werden: Material von unseren Drehtagen darf zeitlich unbegrenzt auf deinen eigenen Kanälen und für eigene Anzeigen verwendet werden, und die Einwilligung sollte diese Nutzung abdecken. Im Zweifel klärt eine Anwältin oder ein Anwalt die Formulierung.

Wem gehört der Kanal, wenn die Betreuung endet?

Deinem Unternehmen. Die Betreuung arbeitet über eigene Rollen im Kanal, die du wieder entziehen kannst, und bekommt nicht dein Passwort. Bei CremerMedia gibt es keine Jahresbindung, die Kündigungsfrist beträgt drei Monate.

Ist Selbermachen günstiger als eine Betreuung?

In Euro ja, in Stunden nein: Im Modell kostet Selbermachen rund 16 Stunden im Monat, vollständige Betreuung knapp fünf. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, was eine Stunde von dir oder deinem Team wert ist und ob die Stunden wirklich frei sind. Wer nur Schnitt und Texte abgeben will, kann auch einzelne Umsetzungstage buchen; ein halber Umsetzungstag mit vier Stunden kostet bei uns 414 Euro netto, also 60 Prozent des Tagessatzes, weil Einarbeitung und Abstimmung unabhängig von der Stundenzahl anfallen.

Quellen und weiterführende Informationen

Über die Autorin

Anna Cremer

Anna Cremer ist IHK zertifizierte Social Media Managerin und alleinige Inhaberin der Marketingagentur CremerMedia in Lennestadt im Sauerland. Im Online-Marketing arbeitet sie seit 2012.

Sie betreut Social-Media-Kanäle für Unternehmen, bildet Social Media Manager aus und schult Marketingteams, die ihre Kanäle selbst führen wollen. Deshalb kennt sie alle drei Wege aus diesem Beitrag aus der eigenen Arbeit.

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