Was im Sauerland anders ist
Der Unterschied zu einer Großstadtagentur liegt weniger in der Handwerkskunst als in den Annahmen. Wer für Betriebe in einer Region mit 25.000 Einwohnern arbeitet, rechnet mit anderen Zahlen und anderen Zielen.
- Reichweite ist nicht das Ziel. Ein Handwerksbetrieb mit Einzugsgebiet Kreis Olpe braucht keine 50.000 Follower. Er braucht, dass die richtigen zweihundert Leute ihn kennen, wenn die Heizung ausfällt.
- Bewerber sind oft wichtiger als Kunden. Viele Betriebe hier haben volle Auftragsbücher und zu wenig Leute. Social Media wirkt dann als Personalinstrument, und das verändert Inhalte und Kanalwahl grundlegend.
- Persönliche Bekanntheit trägt weit. In einer Region, in der man sich kennt, funktionieren Gesichter aus dem Betrieb besser als jede gestaltete Grafik. Das ist zugleich die günstigste Variante.
- Die Erwartung ist niedrig, das Misstrauen hoch. Viele haben schon einmal Geld für Social Media ausgegeben und nichts gemerkt. Wer hier arbeitet, muss erklären, was er tut, und nicht nur zeigen, was dabei herauskommt.

Woran du eine passende Agentur erkennst
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Sie fragt nach deinem Ziel, bevor sie über Kanäle spricht. Kunden gewinnen, Bewerber finden oder bekannt bleiben sind drei verschiedene Aufgaben mit drei verschiedenen Lösungen. Wer sofort Instagram und TikTok vorschlägt, hat nicht zugehört.
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Sie sagt dir, was du selbst liefern musst. Keine Agentur kann Inhalte aus einem Betrieb erfinden, den sie nicht betritt. Wer verspricht, alles ohne deinen Aufwand zu machen, liefert austauschbares Material.
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Sie nennt Zahlen, die mit Geschäft zu tun haben. Anfragen, Bewerbungen, Anrufe. Reichweite und Likes sind Zwischengrößen, keine Ergebnisse.
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Sie sagt auch ab. Nicht jeder Betrieb braucht Social Media, und nicht jeder Kanal passt. Eine Agentur, die jedes Projekt annimmt, verkauft Kapazität statt Lösungen.
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Sie erklärt, was mit deinen Konten passiert, wenn ihr aufhört. Zugänge, Inhalte, Planungsdaten. Wer darauf keine klare Antwort hat, bindet dich über Abhängigkeit statt über Leistung.
Was die Betreuung tatsächlich kostet, in Stunden
Die häufigste Fehleinschätzung betrifft nicht das Geld, sondern die Zeit. Deshalb hier die Rechnung für einen Monat mit acht Beiträgen, davon vier kurzen Videos, wie sie in unserem kleinen Paket enthalten sind.
| Schritt | Was dabei passiert | Ungefährer Anteil |
|---|---|---|
| Themen finden | Was ist im Betrieb los, welche Fragen kommen gerade, was passt in die Jahreszeit | klein, aber ohne ihn wird alles austauschbar |
| Material beschaffen | Fotos, Videos, Zahlen, Namen. Der Teil, der Zusammenarbeit braucht | der größte Einzelposten |
| Produktion | Schnitt, Untertitel, Text, Bildbearbeitung | groß, besonders bei Video |
| Freigabe | Abstimmung, Korrekturen, Nachträge | unterschätzt, oft der Flaschenhals |
| Veröffentlichen und begleiten | Einplanen, Kommentare und Nachrichten beantworten | klein je Vorgang, aber laufend |
| Auswerten | Was hat Anfragen gebracht, was nicht, was folgt daraus | klein, wird meist ganz weggelassen |
Die Spalte rechts nennt bewusst keine Stundenzahlen, weil sie je nach Betrieb stark schwankt. Der Punkt ist ein anderer: Sechs Schritte, und nur einer davon ist das, was die meisten unter Social Media verstehen. Wer intern jemanden nebenbei damit beauftragt, gibt ihm in der Regel Schritt drei und lässt die anderen fünf offen.
Der Aufwand liegt nicht im Posten. Er liegt darin, dass es jeden Monat wieder etwas zu erzählen geben muss.
Unsere Pakete und was drin ist
Wir arbeiten mit Festpreisen für einen vereinbarten Umfang. Damit weißt du vorher, was es kostet, und es gibt hinterher keine Diskussion über Stunden.
| Paket | Umfang | Preis |
|---|---|---|
| Klein | ein Kanal, acht Beiträge im Monat davon vier kurze Videos, vier Stories, Antworten auf Kommentare und Nachrichten an drei Tagen der Woche, Themenplan, monatliche Auswertung | 990 € pro Monat |
| Mittel | zwei Kanäle, dreizehn Beiträge im Monat je Kanal, davon sechs Reels, acht Stories je Kanal | 1.890 € pro Monat |
| Groß | größerer Umfang, Zuschnitt im Gespräch | 2.890 € pro Monat |
| Premium | größter Umfang, Zuschnitt im Gespräch | 4.490 € pro Monat |
Alle Beträge sind Nettopreise in Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Es sind Festpreise für den jeweils vereinbarten Umfang, keine Startwerte. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate, eine Jahresbindung gibt es nicht. Bei sechs Monaten Laufzeit gibt es fünf Prozent Nachlass, bei zwölf Monaten zehn.
Dazu kommt, was du nicht kaufst: Wir brauchen Zugang zum Betrieb. Ein Termin vor Ort, gelegentlich ein Anruf, Antworten auf Rückfragen. Ohne das entsteht Material, das für jede Firma der Branche passen würde, und genau das wirkt nicht.
Eine Rechnung, die du selbst nachrechnen kannst
Statt eines Fallbeispiels mit Erfolgszahlen, die sich nicht belegen lassen, hier eine Überschlagsrechnung. Setz deine eigenen Zahlen ein, dann siehst du, ob sich die Sache für dich trägt.
So rechnest du
Nimm deinen durchschnittlichen Auftragswert. Nimm den Anteil der Anfragen, aus denen bei dir ein Auftrag wird. Rechne aus, wie viele zusätzliche Anfragen pro Monat nötig wären, um 990 Euro zu decken. Bei einem Auftragswert von 2.000 Euro und einer Abschlussquote von einem Drittel sind das rund anderthalb zusätzliche Anfragen im Monat. Bei einem Auftragswert von 300 Euro sind es zehn.
Das ist keine Prognose, sondern eine Schwelle. Sie sagt dir, wie viel passieren müsste, damit es aufgeht, und ob diese Zahl für deinen Betrieb realistisch klingt. Bei hohen Auftragswerten ist die Schwelle niedrig, bei niedrigen hoch. Das ist der ehrlichste Maßstab, den es vor dem Start gibt.
Für Betriebe, die Personal suchen, sieht die Rechnung anders aus. Eine unbesetzte Fachkraftstelle kostet je nach Branche im Monat ein Vielfaches der Betreuungskosten, gerechnet über entgangene Aufträge und Überstunden im Team. Diese Zahl kennst du selbst besser als jede Agentur.
Wann es sich nicht lohnt
Drei Lagen, in denen wir abraten.
- Der Betrieb ist ausgelastet und sucht niemanden. Dann fehlt das Ziel. Bekanntheit auf Vorrat ist ein schwaches Argument für eine monatliche Ausgabe.
- Niemand im Betrieb hat Zeit für Rückfragen. Ohne Material aus dem Betrieb entsteht austauschbarer Inhalt, und der wirkt nicht. Dann ist es besser, später anzufangen.
- Die Website funktioniert nicht. Wer Leute auf eine Seite schickt, die niemanden zur Anfrage bringt, bezahlt für Besuch ohne Ergebnis. Dann kommt die Website zuerst.
Wer wir sind
CremerMedia sitzt in Lennestadt. Anna Cremer ist Gründerin und alleinige Inhaberin. Sie arbeitet in erster Linie als Freelancerin und wird von drei Personen unterstützt: in der Assistenz der Geschäftsführung und im Social Media, im Vertrieb sowie bei Finanzthemen. Anna führt die Erstgespräche selbst, bildet Social Media Manager und SEO Manager aus und schult Marketingteams.
Wir betreuen Kundschaft vom Handwerksbetrieb bis zum Marketingteam mit eigener Rechtsabteilung. Wenn ein Projekt besser zu einer größeren Agentur passt, sagen wir das im Erstgespräch.
Welcher Kanal für welches Ziel
Die Kanalfrage wird meist nach Nutzerzahlen entschieden. Nützlicher ist die Frage, wo die Leute sind, die du erreichen willst, und in welcher Stimmung sie dort sind.
| Ziel | Naheliegender Kanal | Warum |
|---|---|---|
| Fachkräfte im gewerblichen Bereich | Instagram und Facebook | wird privat genutzt, Gesichter und Arbeitsalltag wirken, Reichweite im Ort über geteilte Beiträge |
| Fachkräfte im kaufmännischen und technischen Bereich | dort wird beruflich gesucht, auch passiv, und Beiträge erreichen Kontakte zweiten Grades | |
| Endkundschaft im Einzugsgebiet | Instagram und Facebook | lokale Sichtbarkeit, Weiterempfehlung über Geteiltes, direkte Nachrichten als Anfrageweg |
| gewerbliche Kundschaft | LinkedIn, ergänzend Fachmedien | Entscheider recherchieren dort, und Beiträge bleiben über Suche auffindbar |
| jüngere Zielgruppen für Ausbildung | Instagram und TikTok | Reichweite ohne bestehende Followerschaft, dafür höherer Produktionsaufwand |
Facebook wird dabei regelmäßig unterschätzt. In ländlichen Regionen ist es weiterhin der Kanal, über den Vereinsmeldungen, Veranstaltungen und Empfehlungen laufen, und damit der kürzeste Weg zu lokaler Bekanntheit. Die Frage ist nicht, was modern wirkt, sondern wo deine Leute lesen.
Wie eine Zusammenarbeit bei uns abläuft
1
Erstgespräch. Wir klären das Ziel, bevor wir über Kanäle sprechen. Am Ende steht entweder ein Vorschlag oder die Auskunft, dass wir nicht die richtige Adresse sind. Das Gespräch kostet nichts.
2
Termin vor Ort. Wir kommen in den Betrieb, sehen die Arbeit und filmen einen Grundstock an Material. Dieser Tag trägt die ersten Wochen und zeigt zugleich, wer vor der Kamera funktioniert.
3
Erste vier Wochen. Themenplan, erste Beiträge, Abstimmung der Tonlage. In dieser Phase wird am meisten korrigiert, und das ist so vorgesehen.
4
Laufender Betrieb. Produktion, Veröffentlichung, Antworten auf Kommentare und Nachrichten. Von dir brauchen wir Rückfragen beantwortet und gelegentlich Material vom Handy.
5
Monatliche Auswertung. Was hat Anfragen gebracht, was nicht, was ändern wir. Eine Seite, keine zwanzig, und mit einer Empfehlung am Ende.
Der zweite Schritt ist der, den andere Anbieter oft auslassen. Ohne ihn entsteht Material aus Stockbildern und allgemeinen Aussagen, und das ist der Grund, warum viele Betriebe von Social Media enttäuscht sind: Sie haben Inhalte bezahlt, die mit ihnen nichts zu tun hatten.

Häufige Sorgen vor dem Start
- Wir wollen nicht, dass Wettbewerber alles sehen. Sie sehen es ohnehin, sobald es öffentlich ist. Die Frage ist, ob deine Kundschaft es auch sieht. Betriebsgeheimnisse gehören nicht in Beiträge, der Rest schadet nicht.
- Bei uns ist nichts spannend genug. Das sagen fast alle, und es stimmt fast nie. Was für dich Routine ist, ist für Außenstehende neu. Genau daraus entstehen die Beiträge, die funktionieren.
- Unsere Leute wollen nicht vor die Kamera. Das ist zu respektieren, und es braucht nicht alle. Meist findet sich eine Person, die es macht, und die trägt dann den Kanal.
- Was, wenn jemand negativ kommentiert? Das kommt vor und ist weniger schlimm als befürchtet. Eine sachliche, schnelle Antwort wirkt auf alle Mitlesenden besser als gar kein Kommentar.
Was Social Media nicht leisten kann
Zur Ehrlichkeit gehört die andere Seite. Es gibt Erwartungen an Social Media, die regelmäßig enttäuscht werden, und zwar unabhängig davon, wer die Arbeit macht.
- Es ersetzt keine Website. Wer auf Instagram gefunden wird und dann auf eine Seite kommt, die niemanden zur Anfrage bringt, hat für Besuch bezahlt. Die Reihenfolge ist umgekehrt: erst die Seite, auf der eine Anfrage entstehen kann, dann die Kanäle, die Leute dorthin bringen.
- Es ersetzt keine Erreichbarkeit. Ein Kanal, der Anfragen erzeugt, die drei Tage unbeantwortet bleiben, macht die Sache schlimmer als vorher. Wer Nachrichten nicht zeitnah beantworten kann, sollte den Kontaktweg auf Telefon und Formular lenken.
- Es repariert kein Angebot. Wenn der Preis nicht passt, die Leistung unklar ist oder Termine nicht gehalten werden, verstärkt Sichtbarkeit nur das Problem. Mehr Leute erfahren dann davon.
- Es wirkt nicht sofort. Die ersten Monate sind Aufbau. Wer eine Zusammenarbeit mit der Erwartung startet, nach sechs Wochen zu entscheiden, hat die Entscheidung faktisch schon getroffen.
Der erste Punkt ist der häufigste Grund, warum Betreuung als wirkungslos empfunden wird. Deshalb sprechen wir im Erstgespräch darüber, bevor wir über Kanäle reden. Wenn die Website der Engpass ist, sagen wir das, auch wenn das Social-Media-Paket dann später kommt.
Häufige Fragen an eine Social-Media-Agentur
Was kostet Social-Media-Betreuung bei CremerMedia?
Das kleine Paket kostet 990 Euro pro Monat, das mittlere 1.890 Euro, das große 2.890 Euro und das Premium-Paket 4.490 Euro, jeweils netto zuzüglich Umsatzsteuer. Es sind Festpreise für den vereinbarten Umfang.
Was ist im kleinen Paket enthalten?
Ein Kanal, acht Beiträge im Monat davon vier kurze Videos, vier Stories, Antworten auf Kommentare und Nachrichten an drei Tagen der Woche, ein Themenplan und jeden Monat eine kurze Auswertung darüber, was Anfragen gebracht hat.
Wie viel Aufwand habe ich selbst?
Einen Termin vor Ort zum Start, dann gelegentlich Rückfragen und Freigaben. Ganz ohne deine Beteiligung geht es nicht, weil das Material aus dem Betrieb kommen muss. Genau das unterscheidet den Kanal von dem des Wettbewerbers.
Welcher Kanal ist der richtige?
Das hängt am Ziel. Für Personalgewinnung im gewerblichen Bereich funktionieren andere Kanäle als für Endkundengeschäft. Deshalb steht diese Frage im Erstgespräch vor der Kanalwahl.
Wie lange dauert es, bis etwas passiert?
Das lässt sich vorher nicht seriös sagen, und wer es verspricht, rät. Belastbar ist nur der Blick auf die eigenen Zahlen nach einigen Monaten: Kommen Anfragen, und woher.
Kann ich kündigen?
Ja, mit drei Monaten Kündigungsfrist und ohne Jahresbindung. Wer sechs Monate bucht, bekommt fünf Prozent Nachlass, bei zwölf Monaten sind es zehn.
Was passiert mit meinen Konten, wenn wir aufhören?
Die Konten gehören dir, die Zugänge bleiben bei dir, und die erstellten Inhalte bekommst du. Das sollte in jedem Vertrag stehen, auch bei anderen Anbietern.
Über die Autorin
Anna Cremer
Gründerin und alleinige Inhaberin von CremerMedia in Lennestadt im Sauerland. Selbstständig in der Medienbranche seit 2006, im Online-Marketing seit 2012, CremerMedia gibt es seit 2016. Sie arbeitet in erster Linie als Freelancerin und wird von drei Personen unterstützt. Als Strategin, Produzentin und Dozentin betreut sie Kundschaft vom Handwerksbetrieb bis zum Marketingteam mit eigener Rechtsabteilung.
Als Dozentin bildet sie Social Media Manager und SEO Manager aus und schult Marketingteams. IHK-zertifizierte Social Media Managerin, IHK-zertifizierte Fachkraft für Webdesign einschließlich WordPress und SEO, Weiterbildungen bei Google, LinkedIn und Meta.
Zuletzt vollständig überarbeitet am 12. September 2026