Aus Apple Business Connect ist Apple Business geworden
Apple hat am 24. März 2026 angekündigt, drei Angebote zusammenzulegen: Business Connect für den Auftritt in Apple Karten sowie Business Essentials und Business Manager für die Verwaltung von iPhones und Macs im Betrieb. Seit dem 14. April 2026 heißt das zusammen Apple Business. Für den Eintrag in Apple Karten zahlst du nichts. Einige Funktionen gibt es laut Apple nur in ausgewählten Ländern.
| Frage | Bis April 2026 | Seit 14. April 2026 |
|---|---|---|
| Name | Apple Business Connect | Apple Business |
| Anmeldung | businessconnect.apple.com | business.apple.com |
| Bestehender Zugang | eigener Account bei Business Connect | dieselben Zugangsdaten bei Apple Business; die alte Anmeldung gibt es laut Apple nicht mehr |
| Hilfe | Benutzerhandbuch Apple Business Connect | Benutzerhandbuch Apple Business |
Hattest du schon einen Account bei Business Connect, meldest du dich also mit denselben Zugangsdaten bei Apple Business an und arbeitest dort weiter. Den Hinweis auf den neuen Namen hat Apple auch ins alte Handbuch geschrieben.
Apple zeigt deinen Eintrag in Karten, Safari und Spotlight
Die Standortkarte, auf Englisch Place Card, bündelt Name, Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und die Tasten für Anruf, Route und Website. Apple zeigt sie laut Pressemitteilung nicht nur in Karten, sondern auch in Safari und in der Spotlight-Suche. Wer auf dem iPhone einen Betrieb in der Nähe sucht, kann also auf dieser Karte landen, auch ohne die Karten-App zu öffnen.
Apple führt dafür eigene Daten. Was du in deinem Google-Unternehmensprofil änderst, kommt bei Apple nicht an. Steht dein Betrieb schon in Apple Karten, ohne dass du ihn beansprucht hast, kannst du Name, Öffnungszeiten und Fotos dort nicht selbst ändern.
Ein beanspruchter Eintrag bringt außerdem Zahlen. In den Einblicken siehst du, wie oft dein Standort in Suchergebnissen angetippt wurde, getrennt nach Suchen nach deinem Namen, nach deiner Kategorie und sonstigen Suchen. Dazu kommen die Aufrufe der Standortkarte und die Tippvorgänge auf Route, Anruf, Website, Fotos und deine Aktionen. Kleine Werte zeigt Apple als Null an, um einzelne Kunden zu schützen. Bei einem kleinen Betrieb lohnt deshalb der Blick auf den Monat statt auf den Tag.
Vor der Anmeldung liegen vier Dinge bereit
Diese vier Punkte klärst du, bevor du dich anmeldest. Jeder davon kann die Prüfung aufhalten:
| Was du brauchst | Was Apple verlangt | Woran es hakt |
|---|---|---|
| Ein Account auf eine Person | Vor- und Nachname, geschäftliche Telefonnummer | Funktionsnamen wie „Marketing“ oder „IT-Koordinator:in“ schickt Apple zur Korrektur zurück |
| Eine freie E-Mail-Adresse | geschäftliche Adresse, die noch nicht für andere Apple-Dienste genutzt wird und nicht mit App Store oder iCloud verknüpft ist; ohne eigene Domain geht ein öffentlicher Mailanbieter | die Adresse, mit der jemand schon sein privates iPhone nutzt |
| Zwei Nachweise für die Organisation | zwei von vier: Unternehmenskennung wie die D-U-N-S-Nummer, TXT-Eintrag im DNS deiner Domain, eine eigene App im App Store, hochgeladene Dokumente | nur ein Nachweis; ohne D-U-N-S-Nummer und ohne eigene App bleiben Domain und Dokumente |
| Die Telefonnummer, die Apple kennt | steht dein Betrieb schon in Karten, ruft Apple diese Nummer an und sagt einen vierstelligen Code durch | eine alte Nummer im Eintrag oder niemand am Telefon |
Als Dokumente nennt Apple in der Anleitung zur Anmeldung unter anderem eine Unternehmenslizenz, eine Umsatzsteuerbescheinigung, einen Miet- oder Kaufvertrag und eine Betriebskostenabrechnung. Für die Bestätigung hast du 60 Tage Zeit. Bestätigt Apple die Organisation nicht, löscht es sie samt ihren Daten. Die Anforderungen an den ersten Account stehen in den Voraussetzungen. Apple rät außerdem, Mailfilter für alle apple.com-Domains zu öffnen, weil Codes und Rückfragen per Mail kommen.
In fünf Schritten zum bestätigten Eintrag
- Anmelden. Auf business.apple.com „Jetzt anmelden“ wählen, Name der Organisation, Adresse und Website eintragen, dann die Person, die sich anmeldet. Den Code aus der Mail und den Code per SMS oder Anruf eingeben. Das Kästchen für Agenturen bleibt leer, es ist für Dienstleister gedacht, die Marken anderer verwalten.
- Organisation bestätigen. Unter „Einstellungen“ und „Organisation“ auf „Jetzt bestätigen“ gehen und zwei Nachweise einreichen. Die Prüfung dauert laut Apple bis zu fünf Werktage, in Stoßzeiten länger.
- Standort suchen. Unter „Unternehmen“ und „Standorte“ auf „Hinzufügen“ gehen und den Namen deines Betriebs eingeben. Gibt es ihn schon in Karten, wählst du den vorhandenen Eintrag aus. Sonst legst du einen neuen an und ziehst die Markierung an die richtige Stelle, falls die Adresse daneben landet.
- Angaben eintragen. Anzeigename, Hauptkategorie, Status, Telefonnummer und Öffnungszeiten, dazu Website und Profile bei Facebook, Instagram oder TikTok, wenn es sie gibt. Eröffnest du erst, wählst du „Öffnet bald“ mit einem Datum, das höchstens sechs Monate in der Zukunft liegt.
- Standort bestätigen. Bei einem vorhandenen Eintrag „Bestätigung des Standorts“ wählen und den Anruf anfordern. Den vierstelligen Code aus dem Anruf gibst du im Portal ein.
Verwaltet schon jemand anderes deinen Standort, etwa eine frühere Agentur, beantragst du unter „Status“ eine Übertragung. Dafür lädst du Belege hoch, zum Beispiel eine Unternehmenslizenz oder eine Betriebskostenabrechnung. Die Prüfung dauert laut der Anleitung zum Standort bis zu fünf Werktage.
Die Standortkarte füllst du nach Apples Regeln
Nach der Freigabe ergänzt du die Standortkarte. Jeder Zusatz geht einzeln durch Apples Prüfung:
| Baustein | Apples Regel | Prüfung laut Apple |
|---|---|---|
| Fotos | bis zu 100 je Standort; kein Text im Bild, keine Marken, keine Stockfotos, Cliparts, Collagen, Wasserzeichen, QR-Codes und keine KI-generierten Bilder; abgebildete Personen müssen einverstanden sein | bis zu drei Werktage |
| Aktionen | Tasten wie „Reservieren“ oder „Bestellen“, die auf deine Website oder Buchungsplattform führen; welche es gibt, hängt an der Kategorie; die erste wird zur primären Aktion neben der Website-Taste | bis zu drei Werktage; Kunden brauchen iOS 17.4 oder neuer |
| Schaukasten (Showcase) | Modul für ein Angebot oder eine Neuheit: Überschrift bis 38 Zeichen, Text bis 100 Zeichen, Bild und Taste; Laufzeit bis 365 Tage, voreingestellt 90 | bis zu drei Kalendertage; nicht jede Sprache wird unterstützt |
Die Regeln stehen in Apples Standards für Fotos und Text, in der Hilfe zu Aktionen und zum ersten Schaukasten. Für einen kleinen Betrieb ist unsere Empfehlung: eigene Fotos von Eingang, Räumen und Arbeit, damit Kunden dich vor Ort wiedererkennen, und eine primäre Aktion, die ohne Anruf funktioniert, wenn deine Kategorie eine anbietet. Einen Schaukasten legst du an, wenn du ein Angebot mit Frist hast.
Apple ändert deinen Eintrag auch selbst
Mit der Freigabe ist ein Eintrag nicht fertig. Kunden können auf der Standortkarte melden, dass etwas nicht stimmt, etwa dass ein Geschäft als geöffnet angezeigt wird, obwohl es geschlossen ist. Apple prüft solche Meldungen und ändert die Standortkarte. Betrifft die Änderung Name, Status oder Öffnungszeiten, schickt Apple Business eine Mail an deine Organisation. Du kannst die Änderung dann bestätigen oder anfechten.
Daraus folgen drei Gewohnheiten. Die Adresse, an die Apple Business schreibt, liest jemand, der den Betrieb kennt. Geänderte Öffnungszeiten trägst du ein, bevor ein Kunde vor verschlossener Tür steht und es meldet. Und Name, Adresse und Telefonnummer schreibst du in Apple Karten genauso wie im Google-Profil und auf deiner Website, damit Kunden überall dieselben Angaben finden.
Werbung in Apple Karten gibt es in Deutschland noch nicht
Mit Apple Business hat Apple auch Anzeigen in Karten angekündigt, zunächst für die USA und Kanada. Sie stehen gekennzeichnet oben in den Suchergebnissen und in vorgeschlagenen Orten. Buchen kann sie nur, wer seinen Standort in Apple Business beansprucht hat. Für Deutschland hat Apple bis Anfang November 2026 keinen Termin genannt. Wer seinen Standort jetzt beansprucht, erfüllt die Voraussetzung schon, falls die Anzeigen später auch hier starten.
Öffentliche Regeln dafür, wer in Apple Karten oben steht, enthält Apples Handbuch nicht. Was du beeinflussen kannst, sind richtige, vollständige und überall gleiche Angaben. Den Apple-Eintrag legst du mit dieser Anleitung selbst an. Das Google-Unternehmensprofil und einheitliche Firmendaten übernimmt CremerMedia im lokalen SEO. Wie lokale Sichtbarkeit insgesamt zusammenhängt, zeigt der Beitrag zu Local SEO im Sauerland. Ob das für deinen Betrieb passt, klären wir in einem Gespräch.
Fragen zum Eintrag in Apple Karten
Kostet der Eintrag in Apple Karten etwas?
Nein. Apple Business und damit der Eintrag in Apple Karten sind laut Apple kostenlos. Bezahlt wird nur für Zusätze, etwa für Werbung in Karten, die es bisher nur in den USA und Kanada gibt.
Geht der Eintrag ohne iPhone oder Mac?
Ja. Das Portal läuft im Browser, laut Apple auch unter Windows in aktuellen Versionen von Chrome, Edge und Firefox. Für die Bestätigung brauchst du kein Apple-Gerät, sondern ein Telefon für die Codes per SMS oder Anruf.
Wie lange dauert die Bestätigung?
Für die Organisation laut Apple bis zu fünf Werktage, in Stoßzeiten länger. Fotos und Aktionen prüft Apple danach jeweils bis zu drei Werktage, Schaukästen bis zu drei Kalendertage. Fehlt ein Nachweis oder trägt der Account einen Funktionsnamen, kommt die Zeit für die Korrektur dazu.
Jemand anderes verwaltet meinen Standort. Was tun?
Beantrage in Apple Business eine Übertragung. Du findest den Standort unter „Unternehmen“ und „Standorte“, wählst unter „Status“ „Übertragung beantragen“, begründest den Antrag und lädst Belege hoch, etwa eine Unternehmenslizenz oder eine Betriebskostenabrechnung. Die Prüfung dauert laut Apple bis zu fünf Werktage.
Wie komme ich in Apple Karten weiter nach oben?
Dafür nennt Apple im Handbuch zu Apple Business keine Regeln. Belegt ist nur, was Kunden auf der Standortkarte sehen und tun. Eine passende Kategorie, vollständige Angaben, eigene Fotos und aktuelle Öffnungszeiten helfen ihnen bei der Entscheidung. Wer dir eine bestimmte Platzierung verspricht, kann sich dabei nicht auf Apple berufen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Apple Newsroom: Introducing Apple Business, 24. März 2026, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Benutzerhandbuch für Apple Business, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Apple Business Connect heißt jetzt Apple Business, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Bei Apple Business anmelden, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Voraussetzungen für Apple Business, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Einen Standort in Apple Business hinzufügen, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Standards und Richtlinien für Fotos und Text, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Mehr zum Thema „Aktionen“, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Deinen ersten Schaukasten erstellen, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Einblicke für einen einzelnen Standort verwenden, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
- Apple Support: Genauigkeit der Standortinformationen aufrechterhalten, ohne Datum, abgerufen am 2. November 2026
Über die Autorin
Romina Pintgen
Romina Pintgen ist Social Media Managerin und Assistenz der Geschäftsführung bei CremerMedia in Lennestadt im Sauerland. Sie betreut Social Media Inhalte von der Idee bis zur Veröffentlichung, plant Redaktionskalender und pflegt die Blogbeiträge auf cremermedia.de.